Hallo Maschinenfreunde


heute ist Samstag, und es geht mal wieder auf Shoppingtour in Richtung Süden, 

in die Nähe von Hannover.


Beim Stöbern in den Kleinanzeigen, bin ich auf einen

Heraeus MR170 Härteofen gestolpert,

der Preis passte, kurz mit dem Verkäufer gemailt und telefoniert,

einen Abholtermin vereinbart, und schon ging es los.

Der Kombi ist leergeräumt, vollgetankt und gewaschen...  ;-))







Am Nachmittag waren wir von der Tour zurück,

mit dem Härteofen auf der Ladefläche......






Er macht einen guten gebrauchten Eindruck......






Der Ofen mit geöffnteter Luke....






Die Temperaturanzeige steht auf 120°,

das ist die Restwärme vom ausprobieren beim Verkäufer........





Als Beifang gab es noch eine kleine Abkantbank und eine Rundbank inkl. Untergestell dazu.....










Da hat sich die Shoppingtour mal wieder gelohnt,

und meine Werkstatt ein wenig voller gemacht.


Ein netter Verkäufer, und eine schöne Tour,

ich bin mit dem Fang zufrieden.....


Es Grüsst Euch 

der Ralf






Hallo Maschinenfreunde,


ich habe mir vor einigen Monaten ein neues 

4-Backenfutter, Ø250mm, mit einzeln verstellbaren Backen gekauft.

Alles wie üblich aus E-Bay von einem Tschechischen Händler.

Natürlich ist dieses Produkt aus China,

der Name ist Programm, "Sandu".

Na gut, für 129€ inkl. Versand, nicht lange überlegt, und gekauft.

Gut verpackt, eingewickelt in Ölpapier, Folie und einem stabilen Karton......




...und da ist es,

von aussen macht es einen relativen guten Eindruck......










zum Drehfutter gehört ein Flansch,

damit es auf die Drehbank montiert werden kann,

solche Flansche fertige ich mir selber,

dazu habe ich mir eine Stahlronde Ø260mm besorgt.....








die 4 Stehbolzen für den Bajonettflansch habe ich mir aus einem Reststück gedreht.....




für den Kurzkegel habe ich mir mal ein Dummi zum abtuschieren gefertigt,

das erleichtert das fertigen, da man zum anprobieren nicht alles abbauen muss.....




der fertig gedrehte Kurzkegelflansch mit allen Gewindebohrungen....




die Stehbolzen sind eingeschraubt....




der Flansch von der Vorderseite.....




Drehfutter und Flansch sind jetzt eine Einheit....




noch die Position makiert.....




soweit....sogut.....

und jetzt kommt´s,

alles zusammen auf die Drehbank montiert,

und mit 250U/min angefangen.....alles gut,

500U/min auch noch ok,

aber bei 750U/min fing die Drehbank an zu zittern,

eine Messuhr am Drehfutter zeigte mir 2 Hundertstel Abweichung,

daran konnte es nicht liegen.

Ich muss das Futter mal auf eine Auswuchtwaage legen,

um zu schauen, was Sache ist......





damit ich das Futter auf meine Auswuchtwaage legen kann,

habe ich mir 2 passende Flansche aus Aluminium gedreht.....





beide Flansche werden Mittig von einem Gewindebolzen verschraubt.....






und so kann alles auf die AUswuchtwaage gelegt werden.....







die Flansche im Drehfutter montiert.....











und alles zusammen auf die Auswuchtwaage gelegt,

das Bild sagt alles,

volle Schlagseite......




jetzt bin ich angefangen, mit Magneten ein Gegengewicht zu positionieren....







ganze 16 kleine Magneten hat es gebraucht, damit das Futter in Waage bleibt.....












alles runter, Futter und Flansch getrennt, und das Innere genauer inspiziert,

aus einem Fach konnte ich noch eine Menge Formsand ausstemmen......







alles wiieder zusammen, und erneut auf die AUswuchtwaage gelegt,

jetzt sind es noch 12 Magnete bis zur richtigen Wucht.....






der Bereich, wo das Gegengewicht rein muss, ist makiert,

in den nächsten Tagen schau ich mal,

das ich ein geeignetes Gegengewicht gebastelt bekomme,

und dann wird neu ausgewogen......






als Gewichte habe ich mir einige Diabolos abgewogen.....





um diese Diabolos zu befestigen,

benutze ich eine 2 Komponenten Knetmasse,

man kann sich von dieser Wurst soviel abschneiden wie man benötigt,

knetet sie ordendlich durch,

und erhält eine gut zu verarbeitende Knetmasse, welche nach ca 15 min.

anfängt aus zu härten......





die abgewogenen Luftgewehr Munition an die vorher makierte Stelle gelegt.....




die Knetmasse liegt bereit....





die Diabolos mit der Masse fixiert....





danach den Flansch montiert, und alles nochmals auf die Auswuchtwaage gelegt,

und die Wuchtung kontrolliert,

alles wie gewünscht,

das Gegengewicht brachte den erwünschten Erfolg,

der Probelauf auf der Drehbank war sehr zufriedenstellend,

auch auf höchster Drehzahl blieb die Drehbank völlig ruhig.


....ENDE.....


Es Grüsst Euch

der Ralf






Hallo Maschinenfreunde,


eines Abends erreichte mich die Nachricht, das eine Alte Fräsmaschine, 

welche seit einigen Jahren ein tristes Dasein führte, 

aus ihrem Standort entfernt werden sollte.


Per Mail bekam ich die ersten Bilder von der Maschine,

es war eine Ruhla Typ58 aus dem Jahre 1961.


Eine Geschichte zur Maschine gibt es leider nicht,

nach Aussage vom jetzigen Besitzer, 

hat er die Ruhla vor einigen Jahren aus einem Fensterbau-Betrieb bekommen.


Die Maschine auf den Schrott zu werfen, konnte ich auf keinen Fall zulassen,

und am 21.02.2020 ging es morgens um 3Uhr mit einem Anhänger los in Richtung Berlin.


Der Standort der Maschine war in einem kleinen Dorf, Südlich ausserhalb von Berlin.


Nach einer gemütlichen Fahrt, mit einer ausgiebigen Frühstückspause,

sind wir gegen 10:30Uhr am Zielort eingetroffen.

Nach einer Kennlernphase und Klönschnack,

haben wir die Ruhla mit einem Radlader auf dem Anhänger verladen.



Hier gibt es einige Fotos dazu......






































Nachdem das verladen beendet war, wurde die Maschine mit Zurrgurten gesichert,

und wir haben die Heimreise in Richtung Hamburg begonnen.


Zu Hause angekommen, haben wir die Ruhla ersteinmal unter meinem Schleppdach gestellt,

vom abladen gibt es leider keine Bilder.....










Jetzt noch was zum Abschluss.

Auf der Heimreise fuhren wir nach dem Verladen direkt zu einer Tankstelle,

dort wurde ich gleich von einem Tanknachbar, der auf der anderen Seite

der Zapfsäule sein Auto betankte, angesprochen.

Er hätte viele Jahre in einer Firma gearbeitet, und an diesen Maschinen Teile hergestellt.


Auf halber Strecke in Richtung Hamburg,

fuhren wir auf einen Parkplatz,

dort kam gleich ein älterer Herr von ganz hinten zu uns herüber spaziert,

und sprach uns an.

Er kenne diese Maschinen, und hätte viele Jahre mit diesen Fräsmaschinen gearbeitet.


Es war schon seltsam, immer gleich von netten Leuten auf diese Maschine

angesprochen zu werden.......


Nun steht die gute alte Ruhla 58 bei mir,

und wird irgendwann in der Zukunft einmal überarbeitet werden.

Auch zu diesem Projekt wird es einen Bericht auf meiner Seite geben.


Bis dahin......


Es grüsst Euch der Ralf